Seltsame Limitationen (Microsoft Excel)
Ein
paar ungewöhnliche Limitationen
Es gibt Limitationen und Spezifikationen, die selbst für mich als Excel-Kenner ziemlich erstaunlich sind. Beispielsweise gibt es ein ungewöhnliches Verhalten von Microsoft Excel, wenn man mit einem VBA-Makro Daten in mehr als 63 Zellen einfüllt. Sobald man 64 oder mehr Zellen anspricht, schaltet der Mauszeiger automatisch auf das Sanduhr-Symbol um. Sind die Daten eingefüllt, schaltet er wieder zurück auf das ursprüngliche Zeigersymbol. Angenommen Sie tragen Daten in 300 Zellen ein, so schaltet das Mauszeigersymbol vier Mal hin und her, und zwar nach 63, 126, 189 und 252 Zellen. Dadurch entsteht ein unangenehmes Flackern des Mauszeigers, das oft als störend empfunden wird.
Ein paar ungewöhnliche Limitationen
Maximale Länge des Makronamens im Makro-Dialog

Abbildung: Dialogfenster "Makro"
| Alle Excelversionen: 64 Zeichen |
Das Dialogfenster "Neues Makro aufzeichnen" wird über den Menübefehl Extras/Makro/Aufzeichen oder die Schaltfläche "Makro aufzeichnen" der Symbolleiste "Visual Basic" geöffnet. Zuoberst auf dem Fenster befindet sich das Eingabefeld "Makroname". Obwohl in dem Feld nicht mehr als 64 Zeichen eingegeben werden können, dürfen Makronamen - genauer gesagt die Namen von Prozeduren und Funktionen - grundsätzlich bis zu 255 Zeichen lang sein.
Drehung in Grad eines Diagrammes in der 3D-Ansicht
| Alle Excelversionen: 0 bis 360 Grad (ausser bei 3D-Balkendiagrammen) |
Die Drehung wird im gleichnamigen Eingabefeld auf dem Dialogfenster "3D-Ansicht" festgelegt.
Ich finde es interessant, dass der erlaubte Wertebereich von 0 bis 360 geht und nicht nur bis 359, weil 0 Grad und 360 Grad schliesslich dasselbe ist. Für ein 3D-Diagramm ohne Drehung kann man somit die Drehung auf 0 oder 360 stellen. Umgekehrt kann man nicht davon ausgehen, dass ein nicht gedrehtes Diagramm tatsächlich die Drehung 0 Grad verwendet - es könnten nämlich auch 360 Grad sein.
Anzahl Zellen, die geändert werden können, ohne dass der Mauszeiger flackert
Wenn mit VBA oder mittels Automation Daten in Zellen eingetragen werden, so wechselt Microsoft Excel automatisch den Mauszeiger zum Sanduhr-Symbol, sobald 64 oder mehr Zellen angesprochen werden. Wenn sehr viele Zellen geändert werden, wird daher das Mauszeiger-Symbol mehrmals umgeschaltet, was zu einem "Flackern-Effekt" führt. Dieses Flackern kann man vermeiden, indem die Daten zuerst in Datenfelder (Arrays) mit einer Grösse von maximal 63 Elementen füllt und anschliessend in die Zellen schreibt.
Weitere Informationen von Microsoft siehe hier:
PRB: Mouse Cursor
Flickers Between Pointer and Hourglass When Writing to Excel Through Automation
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;281851
Maximale Länge eines Textes, der in die Zwischenablage (Clipboard) übertragen werden kann
| Alle Excelversionen: 31'737 Zeichen |
Maximale Länge des Excel-Benutzernamens
| Excel 97: 52 Zeichen Excel 2000: 54 Zeichen |
Die maximale Länge des Benutzernamens ist in Microsoft Excel 2000 tatsächlich genau zwei Zeichen kürzer als in Excel 97 (Anmerkung des Autors: Persönlich getestet in den beiden erwähnten Excelversionen). Der Grund für diesen Unterschied ist nicht bekannt.
Wenn Sie "Application.UserName" eine Zeichenfolge von mehr als 54 Zeichen (Excel 97) bzw. 52 Zeichen (Excel 2000) Länge zuweisen, wird die Zeichenfolge zwar entgegengenommen, aber die überzähligen Zeichen ohne Fehlermeldung abgeschnitten.
Der Benutzername, genauer gesagt die UserName-Eigenschaft, kann nicht leer sein. Beim Zuweisen einer leeren Zeichenfolge ("") wird automatisch der Default-Benutzername verwendet. Sowohl UserName als auch das Eingabefeld im Optionen-Dialog enthalten daraufhin den Default-Benutzernamen. In der Windows-Registry jedoch ist kein Name eingetragen. Dies hat zur Folge, dass beim nächsten Starten von Microsoft Excel ein Dialogfeld mit dem Titel "Benutzername" erscheint, in welchem Sie Name und Initialen eingeben müssen.
Der Benutzername wird im Optionen-Dialogfenster auf der Registerseite "Allgemein" festgelegt. Bei jedem Öffnen einer Arbeitsmappe wird dieser Name in die Exceldatei der Mappe (xls-Datei) geschrieben. Und zwar auch dann, wenn man die Mappe nicht speichert. Der Benutzername ist in der Datei im BIFF-Record mit der Bezeichnung WRITEACCESS (ID 5C hex/92 dec) abgelegt. Dieser Record könnte einen Benutzernamen mit bis zu 109 Zeichen Länge aufnehmen. Es werden jedoch nur 54 bzw. 52 Zeichen beansprucht. Wahrscheinlich sind die restlichen Stellen als Reserve für die Unicode-Darstellung gedacht. Ein Unicode-Zeichen benötigt generell 2 Bytes. Bei 54 Zeichen somit 108 Bytes.
Maximale Anzahl Einträge einer benutzerdefinierten AutoAusfüllen-Liste
| Alle Excelversionen: Zwischen 7 und 1'000 Einträge (je nach Länge der Einträge) |
Anmerkung des Autors:
Diese Limitation war lange Zeit mit "254 Einträge"
spezifiziert, weil im Textfeld für die Einträge der AutoAusfüllen-Liste maximal 254
Listenelemente angezeigt werden. Diese Angabe war - wie man heute weiss - nicht ganz
korrekt, weil eine Liste durchaus mehr als 254 Einträge aufnehmen kann. Hier nun die
korrekten Angaben:
Die maximale Anzahl Einträge einer benutzerdefinierten AutoAusfüllen-Liste ist abhängig von der Länge der Listeneinträge. Wenn jeder Eintrag aus genau einem Zeichen besteht, so kann die Liste bis zu 1'000 Einträge aufnehmen. Ist jeder Eintrag exakt 255 Zeichen lang (maximale Länge), so kann die Liste lediglich 7 Einträge besitzen. Der Grund für diese variable Grenze liegt an der maximalen Anzahl von 2'000 Zeichen, die das Eingabefeld "Listeneinträge" enthalten kann.
Im Textfeld "Listeneinträge" (Optionen-Dialog, Registerseite "AutoAusfüllen") werden nur die ersten 254 Einträge einer Liste angezeigt. Die restlichen Einträge stehen zwar im Textfeld, sind aber nicht sichtbar. Auf der 255. Zeile des Textfeldes befinden sich 'Leerzeichen', welche die weiteren Listeneinträge gewissermassen enthalten. Bitte beachten Sie, dass eine Liste mit mehr als 254 Einträgen zu Problemen in der Windows Registry führen kann.
Weitere Informationen siehe Fachartikel "Limitationen der AutoAusfüllen-Funktionalität (Artikel-ID xllimit22)".
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Zuletzt aktualisiert am
6.01.2006 / 23:00 Uhr
Zuletzt kontrolliert am 22.12.2008 / 07:00 Uhr
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